Patrizier 2

Ugh! und Roland spielen eine 40'er Karte und jagen den Patrizier 2 - Einwohnerrekord


Hier kommen die Tagebuch-Einträge von Roland für 1305 - 1313

11. April 1305

(115) Heute wurde der letzte Kapitän für die nächste Zeit eingestellt. Die Routen laufen - in ein oder zwei Jahren muss ich also noch eine Eisenverkäuferflotte anstellen.

1. Januar 1306

(116) Dieses Jahr geht mit folgenden Leistungsdaten zu Ende:

562 Mio UW

900 Kapitäne

6702 Betriebe

734.017 Einwohner

1. April 1306

(117) Heute habe ich 772t Einwohner in der Spielwelt. Für einen Winter, in dem Getreide, Bier und Holz knapp waren - und die anderen Waren systembedingt nicht überall vorhanden sind.

(118) Trotzdem glaube ich weiter an das System - auch wenn es unter praktisch allen Gesichtspunkten (Transparenz, Routenjustierung usw.) uneffektiv ist.

(119) Mein gegenwärtiger Monatsablauf verläuft folgendermaßen:

(120) Der Monatswechsel und seine Folgen:

1. Mit dem Monatswechsel wird zunächst das Savegame angelegt, danach die Standarddaten (UW, EW, Einwohner, Kapitäne, Bargeld, etc.).

2. In der zweiten Tabelle wird der aktuelle Bestand aller Waren im (ja eigentlich nicht vorhandenen) Zentrallager protokolliert. Über einige Monate ergibt sich daraus ein sehr zuverlässiges System zur Einschätzung, welche Waren ernsthaft knapp sind.

3. Jetzt wird ein Monat vorgespielt. Dann gibt es zwei bis drei Hausaufgaben:

a) Protokolliere Stand von Einwohnern, Betrieben und UW.

b) Mache einen Suchlauf durch alle Städte, um nachzuschauen, ob in der ein oder anderen Stadt die Konkurrenz ein Wohnhaus errichtet hat (KRISE - dokumentieren). Das geht am effektivsten, indem ich in einer Stadt in den Kontorhandel gehe von von dort 40mal mit dem Tabulator durch die Hanse.

c) Aller paar Monate schaue ich mal nach, ob der ein oder andere Konvoi zu klein geworden ist. Indikator ist dabei unnormal großer Fischbestand (das ist natürlich die Ware, die als allerletztes bewegt wird) in den Städten. Das geht ebenfalls mit gut 40 Klicks imn der Bilanz/Warenbestand.

4. Jetzt wird der Schritt 3a) noch ein bis drei mal weitergeführt. Das ergibt dann ein gutes Gefühl, ob die Gesamtentwicklung dem Grunde nach trägt - wenn nicht: Krisenfall und DENKEN

(121) Danach geht’s zurück ins Realspiel - und auch zunächst in eine Standardschleife:

1. Zunächst wird dem in (120) 3b ermittelten WohnausAKUTmangel abeholfen.

2. Danach ist die Sperrbetriebskontrolle angezeigt. Dazu wird so nebenbei eine Tabelle geführt, wann wo welche Sperrbetriebe fertiggestellt werden - natürlich je Ware nur eine Stadt und auch die nur so pi mal Daumen. Ich sorge dafür, dass in den nächsten ca. 10 Tagen keine Sperrbetriebe auslaufen. Im Laufe des Monats wird dieses Scheme je nach Bedarf nochmals wiederholt.

3. Dann ist so langsam der Monatserste zu Ende und es beginnt der Baurundlauf durch alle Städte. Irgendwelches Baumateriall ist fast überall da (in den ziegelproduzierenden Städten werden davon 300 auf Lager gehalten, in den anderen 1000. Da meine Ziegeleien knapp sind, klappt das halt nicht immer.

4. Gebaut wird, was so gerade anliegt (das werde ich in den nächsten Monaten mal näher beschreiben).

5. Die Baukampagne, die in Edin beginnt und in Nov endet, wird so zwischen dem 8. und 10. des Monats beendet sein.

(122) Jetzt beginnt die Abarbeitung der bislang angefallenen Arbeiten:

1. In den letzen Tagen sind der ein oder andere Mittelmeerfahrer angekommen oder wieder startbereit. Die werden bedient.

2. Danach beginnt der nächste Rundlauf durch die Städte. Diesmal zur Schiffsernte. Jedes Schiff wird mit der Mindestbesatzung bestückt und - soweit notwendig - in Richtung der Mangelrouten (120) 3c beordert. Die restlichen Routen und die Kapitänsernte geht ins Schiffsammellager in Nae. Dieser Rundlauf ist in ein oder zwei Tagen erledigt.

3. Gegenwärtig läuft bei mir ein dritter Umlauf durch die Städte, um alle Werften bis zum Jahresbeginn 1310 auszulasten. Dieses Projekt wird von einem kleinen manuellen Konvois unterstützt und sollte zur Jahresmitte abgeschlossen sein.

(123) Jetzt sind die Pflichtübungen zu Ende. Die zweite Monatshälfte wird dann entweder nur in der Zuschauerrolle verfolgt (Expreßmodell), zur Feinanalyse genutzt (Erbsenzählermodell), oder einfach so durchgespielt:

1. Die unter (122) 2 zu Mangelrouten müssen ja auch eingesetzt werden, wenn sie da sind,

2. Der Import geht weiter.

3. Gibt es stadtmauerbaubedürftige Städte? Der daraus resultierende 8-Tages-Takt ist ja gelegentlich anstrengend. Aber im Moment würde ich eigentlich nur Hamburg fertigstellen wollen - aber dort gibt sogut wie nie Ziegel. Aber das stört mich gegenwärtig nicht.

(124) Und zum Monatsende beginnt das ganze Theater von Neuem. Gegenwärtig dürfte ein Spielmonat so zwischen drei bis sechs Stunden des realen Lebens entsprechen.

25. Juni 1306

(125) Am heutigen Tage wurde ein Schiff mit weißen Segeln gesichtet. Ich habe den Holk in meine Flotte übernommen - kosten wird mich das so um die 32Mio gs. Was solls.

30. Juni 1306

(125) Am heutigen Jahreswechsel geht die „Werftkampagne (122)3 zu Ende.

14. September 1306

(126) Die Stadtmauerei ist vorbei. Auch Hamburg ist nun gedeicht.

2. Januar 1307

(127) Ich habe den Jahreswechsel verpasst! 913.554 Einwohner bei 8712 Betrieben sind nicht besonders überzeugend. Das geringe Wachstum ist dadurch begründet, dass immer mal wieder einzelne Städte zusammenbrechen, weil die Versorgung noch nicht so funktioniert, wie sie sollte. Das legt sich allerdings seit einiger Zeit. Ich werde jedenfalls nicht umstellen.

19. April 1307

(128) Über den Winter ist die Hanse gut gewachsen, heute wurde die Millionenmarke erreicht. Sogar die Kummerstädte wachsen, und die Routen haben im wesentlichen die richtige Größe.

(129) So beginne ich mit etwas Routenfeintuning. Nachdem ich bislang für jede Ware noch zwei bis acht (Fisch) „Starter" habe, die fast alle in Malmö anlegen, sieht das Ganze optisch immer noch nach Zentrallager aus, auch wenn es das eigentlich nicht gibt. Das Starten werden ab sofort auch die Nachbarstadtkonvois mit übernehmen. Das führt dann dazu, dass es in Nord- und Ostsee je zwei (Gegen-Uhrzeigersinn) Rundkurse zur Versorgung bestehen werden. Das bedeutet dann, dass eine (nicht verbrauchte) Ware durch ca. 20 Städte kreiselt, bevor sie wieder am Startpunkt ankommt. Wenn es nochmal ernsthaft zu Versorgungsengpässen kommen wird, wird es jetzt allerdings endlos lange dauern, bis die (in der letzten Stadt der Route) beseitigt sind. Denn die erste Ware kommt ja dort erst an, wenn in den 19 Städten vorher die Lager wieder aufgefüllt sind...

(130) Ich beginne gleich mit dem Härtetest, der Umstellung der Fischentsorgung im Kreisverkehr. Damit muss ich gleichzeitig davon Abstand nehmen, alle Fische ins Zentrallager zu bringen, um sie dort einmal im Monat an den Landesfürst zu verkaufen (gegenwärtig je ca. 30.000). Das dürfte nach der Umstellung Routen die Kapazität meiner Flotte übeschreiten. Ich muss also mit Fischstau in einer Reihe von Städten rechnen. Dort werde ich jetzt jeweils einen kleinen Konvoi (anfangs mal eine Kogge) reinstellen, um die Fische zu verbrennen (Lade max aus Lager, Verkaufe alles zu 1 an Stadt).

19. Mai 1307

(130) In diesen Tagen geht auch der Eisenwarenverkaufszyklus in Betrieb.

17. Juli 1307

(131) Die Routen sind umgestellt. Spaßeshalber werden nun auch Felle auf der Route verkauft - damit musste der „Zwangsstop" gestrichen werden. Bin mal gespannt, ob die Routen trotzdem durchgängig laufen. Natürlich passen im Moment mal wieder die Konvoigrößen nicht - das wird noch ein paar Monate dauern, bis sich das wieder reguliert hat.

11. Dezember 1307

(132) Die Konvoigrößen passen immer noch nicht - aber dem Grunde nach bleiben nunmehr meine Armen zufrieden. Und ich hoffe, dass sich über den Winter der Überbestand in den Städten abbaut. Querverteilt sollten so um die 100.000 Fische rumliegen. Aber manuell nachjustieren „gilt nicht".

(133) Meine Eisenwarenverkäufer musste ich leider wieder außer Dienst stellen - mir fehlt sonst hier oder dort Eisenwaren während der monatlichen Baukampagne. Am einfachsten ging das, indem ich in der Schiffsübersicht die 40Verkäufer markiert und zu einem gemeinsamen Zeil (Aalborg) geschickt habe. Von dort kann ich sie so nach und nach wieder in Betrieb nehmen.

1. Januar 1308

(134) 1,233 Mio Einwohner bei 10.866 Betrieben. Im Laufe des Jahres habe ich beim 1.018ten Kapitän einen Einstellungsstopp verhängt. Kleinste Stadt ist Göteborg (!) mit 12t Einwohnern, größte ist Malmö mit ca. 64t. Ich denke, im Januar werden in Malmö die letzten Bauplätze gesetzt.

13. Februar 1308

(135) Heute wurde in Malmö der letzte Betrieb gesetzt. Wenn die Zählung stimmt, werden es 589 Betriebe + 222+51+63=336 Häuser. Das ist nicht das Optimum, da Malmö einen Baufehler hat, in dem ich 3 Häuser statt einem Betrieb bauen musste (macht 590/333). Und dann habe ich zum „Optimum“ schon ein wenig „rückgebaut“ (sieben Häuser gegen zwei Betriebe getauscht (macht 588/340).

(136) Also kann ich festhalten, dass - in meinem Baustil und bei meinem Brunnenwachstum - das technische Maximum bei 588 Betrieben und 340 Häusern liegt. Leider ist das ein miserables Betriebs-Haus-Verhältnis. Die Betriebe sind (samt sonst. EW) kaum für 75t geeignet, die Häuser würden wohl 80t Einwohner fassen. Also gilt es, mindestens 10 Betriebe „nachzurüsten“. Dabei bleibt dann natürlich wieder ein Rest frei, so dass das Zeil „Alles Blau, nichts Grün“ aufgegeben wird. Wenn man von Anfang an berücksichtigen würde, kann man dem Brunnentheater viel gelassener entgegensehen. Denn in vielen Fällen dürften sich die zwangsläufig freibleibenden Felder an die Straßenecken legen können...

1. Juli 1308

(137) 1,42 Mio Einwohner. Schiffe sind immer noch absolute Mangelware. Die Routen laufen daher weiterhin nicht richtig rund. Nachdem sich insbesondere beim Fisch mittlerweile hier bis dort fünfstellige Lagermengen im „Stau“ angesammelt haben, entschließe ich mich - ausnahmsweise - mal zu einer manuellen Verkaufstour - die meinen Bargeldbestand so um 30 Mios erhöht - und das bei einem VK von 220 ...

18. August 1308

(138) Das erste mal seit vielen Jahren wurde die Arbitragekaskade mal wieder angepasst und auf ca. je 4000 Fass erweitert - ist natürlich weiterhin viel zu klein - da die Stadt bereits 4000 Eisenwaren handeln würde.

14. Oktober 1308

(139) Heute ist mir doch tatsächlich ein Kapitän (samt Schiff) im Kampf abhanden zu kommen (das wird wohl der Uhrzeit geschuldet gewesen sein). Das Schiff habe ich wieder, aber die 1018 Kollegen trauern um ihren Verlust.

17. November 1308

(140) Jetzt ist mir eine Jagdschnigge erschossen worden!!! Was es nicht alles gibt.

1. Januar 1309

(141) Das neue Jahr beginnt mit 1,66 Mio Einwohnern und 14.228 Betrieben. Getreide ist knapp, aber dem Grunde nach laufen die Routen.

1. April 1309

(142) Habe 900 Mios in der Stadtkasse geparkt. Gleichzeitig wurden allerlei Überschüsse (300.000 Bier etc.) entsorgt.

1. Oktober 1309

(143) Im Laufe des Monats habe ich dem zweimillionsten Einwohner meiner Hanse ein Bier ausgegeben.

1. Januar 1310

(144) Der UW beträgt 1,4 Mrd. 17.430 Betriebe bieten 492.095 Arbeitern Lohn und Brot. Das sind dann 2.115.667 Einwohner. Kleinste Stadt ist derzeit Göteborg mit 32.519 Einwohnern.

1. Januar 1311

(145) Der UW beträgt 1,5 Mrd - da habe ich wohl zwischendurch ein paar 100Mios abgehoben. 20.482 Betriebe beschäftigen 586.083 Mitarbeiter. Ich habe 2.498.101 Einwohner, Kleinste Stadt ist Göteborg mit 46.296 Einwohnern.

1. Januar 1312

(146) Der UW beträgt 1,9Mrd. 23.739 Betriebe mit 667.908 Angestellten bilden die Basis für meine 2.828.115 Einwohner. Kleinste Stadt ist nunmehr Rostock mit 57.724 Einwohnern.

28. Mai 1312

(147) heute wurde der lezte Ziegel verbraucht.

Ende 1312

(148) Irrtum vom Amt. Zwischenzeitlich musste noch in einigen Städten der „Betrieb 603“ gegen 4 Giebelhäuser getauscht werden. Ansonsten gehen die Ziegel jetzt an den Landesfürsten.

1. Januar 1313

(149) Der UW beträgt 2,09 Mrd. Langsam bekomme ich Schwierigkeiten, ihn stabil unter 2,1 Mrd zu halten, da er dort ja bekanntlich ins Negative kippt. Bargeld habe ich nur noch 75 Mios - und die brauche ich auch so ungefähr für die wöchentliche Abrechnung.

(150) 24.086 Betriebe sollten den Endstand darstellen, 718.303 Mitarbeiter noch nicht ganz. Gleiches gilt auch für die 3.039.414 Einwohner. So hat z. B. meine derzeit kleinste Stadt Rostock mit 72.255 Einwohnern noch Luft (pardon Arbeit) für ca. 4.000.

1. August 1313

(151) ENDE. Zwar steigt die Einwohnerzahl noch für ein paar Tage, aber bald kommt irgendwo die nächste Belagerung.

(152) Nun die nackten Zahlen zum Abschluss:

Unternehmenswert: 2.011.346.176

5.975 Schiffe (davon die letzten 150 nicht mehr eingesetzt - aber dringend nötig) mit einer Kapazität von 278.289 Last.

59.906 Matrosen

1.044 Kapitäne

24.086 Betriebe720.356 Beschäftigte

(Das Soll läge bei 722.580 - also sollten in der Theorie noch knapp 9.000 Einwohner mehr möglich sein)

3.050.107 Einwohner.

(153) Die kleinsten Städte sind gegenwärtig Stettin (75.246) und Groningen (75.316). Die größte Stadt ist - wer hätte das gedacht - meine Heimatstadt Malmö (77.294), allerdings verblüffend knapp gefolgt von Stockholm (76.785).

Endbilanz zum Stadtausbau

(154) Das Ziel „perfekt türkisch“ habe ich weit verfehlt und eine Reihe von Baufehlern geduldet - den schlimmsten wohl in Visby. Das ist dann auch eine der wenigen Städte, die mit nur 601 Betrieben ausgebaut sind. Die Regelbebauung sieht 602 Betriebe vor, im Normalfall ergänzt um 229 Fachwerkhäuser und 70 Giebelhäuser (im Maximum - z. B. in Stockholm 71).

(155) Mein von Anfang an angestrebtes Ziel, Querstraßen an den Außenecken durch Brunnenbau möglichst zu vermeiden ist zwar weitgehend aufgegangen. Einziger Schwachpunkt war ein Eck im Südviertel, wo auch noch im Endausbau mit 76t Einwohnern einfach keine Brunnen wachsen wollen - das hat leider einen Betriebsbauplatz gekostet.

(156) Im Ergebnis wäre so viel Aufwand in die „Eckvermeidung“ gar nicht nötig gewesen, da „optimal türkisch“, also das Vermeiden möglichst vieler unbebauten Punkte leider nicht einwohneroptimiert ist. Es sind dann mehr Häuser vorhanden, als genutzt werden können.

(157) Beispiel gefällig: Man gehe (sobald das Save online steht) nach Stockholm. Dort finden sich sowohl im Nord- als auch im Südviertel je eine freie Gasse, in der je vier Häuser gegen einen Betrieb getauscht werden können. Nicht so auffällig sind zwei weitere Stellen, an denen jeweils zwei Betriebe und zwei freie Felder (im Westviertel mittlerweile gepflastert) gegen je 7 Häuser getauscht werden könnten.

Endbilanz zum Handeslsystem

(158) Schon seit (Real-)Jahren träume ich vom „Ende des Zentrallagers“ - so ein tief in den Archiven verschwundener Thread. Für mich habe ich das in diesem Spiel erreicht! Wirklich empfehlenswert ist die hier vorgeführte Alternative der totalen Nachbarschaftsversorgung allerdings nicht, da es im Ergebnis wesentlich mehr Wartung und Pflege bedarf, als der normale Versorgungsstern.

(159) Aber es funktioniert! Auch wenn es gegenwärtig noch eine Reihe von Engpässen gibt, sind die nirgendwo derart gravierend, dass ernsthafte einwohnerrelevante Engpässe passieren (auch wenn ich im Jahr 1311 auch noch damit zu kämpfen hatte). Allerdings zeigt jedes Mangelsymbol auf der Seekarte, dass das System (eigentlich mangels Schiffen) noch nicht perfekt funktioniert.

Wie funktioniert es?

(160) Im Prinzip ganz einfach. Jede Ware wird in einer Stadt gebunkert (besser gesagt gestoppt) und von dort - nur in kleinen Dosen - in einen Kreisverkehr rund um die Weltkarte gegeben. Die „Initialdosis“ zu bestimmen ist dabei nicht leicht, lässt sich aber doch intuitiv an den Mangelsymbolen (die sich sonst am Ende der Runde häufen) bewerten.

(161) So ganz getraut habe ich mich aber doch noch nicht. Denn 19 der 20 Waren werden in meiner Heimatstadt Malmö gebunkert.

(162) Das hat zwei Vorteile:

1. Der Überschuss ist - wie beim herkömmlichen Zentrallager sofort in einer Stadt ablesbar.

2. Von dort lassen sich sowohl in Ost- wie auch Nordsee getrennte Runden bilden, so dass jeder Kreisverkehr nur ca. 20 Städte zu versorgen hat.

(163) Allerdings hat das Ganze auch Nachteile:

1. Die Konvoigrößen in Richtung Lagerstelle (ich sage nicht Zentrallager) werden unverhältnismäßig groß und sind sehr ungleich ausgelastet.

2. Das Verbrennen von Waren in der Heimatstadt verbietet sich, soweit mit diesen arbitriert wird. Somit werde ich z. B. meine 500t Eisenwaren, 280t Fleisch oder 1Mio Leder nicht so recht los...