Patrizier 2

Ugh! und Roland spielen eine 40'er Karte und jagen den Patrizier 2 - Einwohnerrekord


Hier kommen die Tagebuch-Einträge von Ugh! für 1300

10.Mai 1300

Obwohl das Spiel grade erst losgeht, ist schon eine Menge passiert. Die Karte ist sehr ausgewogen, da Rolands Ro40 (die der verwendeten Karte aus Grundlage dient) 5 autarke Regionen vorsieht. Die weisse KI-Flotte schafft es in solchen Nachbarschaftsversorgungs-Szenarios ganz ordentlich eine notdürftige Versorgung zu gewährleisten. Das ist während des ersten Spieljahres, wo man selbst die Versorgung noch nicht übernehmen kann, sehr wichtig.

Die Produktionen sind pro Stadt exakt sieben. Sechs effektive und eine ineffektive (=normale). Das ergibt 280 Produktionen insgesamt in den 40 Städten. Dazu noch ein Gewürz- und sechs Salzimporte. Importe sind allerdings weder am Anfang, noch im Endausbau bevölkerungswirksam, so dass auch die verwendete Karte sich auf 280 Produktionen beschränkt.

Da von den sieben Produktionen eine nur eine „halbe“ Produktion, also Pech- oder Ziegelproduktion ist, baut die Stadt (bei Startjahr 1300) im Nordviertel nur ein Wohnhaus. Selbst geringfügig mehr Produktionen würden zu einem Fachwerkhaus mehr führen, das allerdings 4 weitere Baufelder zu Straßen macht. In keiner der 40 Städte ist das passiert (gecheckt).

Die Startstadt ist Thorn, da eine der „Standard-Starts“ zwei exzellente Kapitäne in den Städten Thorn (Waldi Winderlich/ 423) und Köln (Jahn Eisenhardt/ 434) vorsieht. Ich hab ein wenig ausprobiert bis das der Fall war. Durch etwas Glück ist auch in Riga noch ein prima Kapitän (Sigi Tidenhub/ 421).

Waldi Winderlich in Thorn wird sofort angeheuert. Sofort nach dem Auslaufen (deshalb Thorn als Heimatstadt) wird er die schwarze Fahne hissen, um weisse Schniggen aufzubringen. Die ersten Beuteschniggen laufen nach Riga und Köln, um die dortigen Kapitäne ähnlichen Aufgaben zuzuführen.

Anschnallen, das große Spiel beginnt!


1.Juli 1300

Obwohl Kapitän Tidenhub in Reval (lokale Fell und Eisenwarenproduktion) von Helsinki und Ladoga mit den Fell und EW-Lieferungen unterstützt wird, gelingt es immer wieder nur knapp die notwendigsten Mittel (Kontorbau) zu arbitrieren. Seine Handelsschlagzahl wird, abwechselnd mit dem Arbitrageur in Malmö, wann immer das möglich ist, manuell in die Höhe getrieben. Geld bleibt trotzdem knapp.

Die Bauerlaubnisse kamen wie bestellt ab dem 22. Mai, als der Unternehmenswert und die Flottengröße entsprechende Werte erreicht hatten. Bis 10. Juni waren alle Bauaufträge für die Kontore in den 40 Städten erteilt.

Ein Versuch, durch Aufkauf von Hanf das Bevölkerungswachstum zu hemmen ist bereits jetzt gescheitert. Zu wenig Geld. Allerdings auch nicht nötig. Im Patrizierlevel ist die Bevölkerung ohnehin schnell unzufrieden, und für die wenigen notwendigen Häuser reicht die bis dahin aufgebaute Bauindustrie.

Ich halte die Häuserbelegungsquote konsequent unter 80%. Alle 10 Tage spule ich dafür um (weitere) 10 Tage vor, und kontrolliere dann durch die einzelnen Städte. Ist die Belegung über 80%, wird ein neues Haus gebaut. Manchmal muss dafür noch Baumaterial rangeschafft werden, aber selbst mit den paar Einsatzschniggen klappt das immer. Nebenbei schaue ich dabei nach den neuen Kapitänen und dem PJ-Auftrag.

Seit Mitte Juni kapere ich auch wieder moderat von der weissen KI. Moderat deshalb, weil die ja noch eine ganze Zeit in der Lage bleiben sollen, etwas Versorgung zu sichern. Noch habe ich ja keine waffentragenden Schiffe, aber die ersten Schniggen sind schon zum Ausbau in der Werft.


3.Oktober 1300

„Rabiater“ Patrizier von Helsinki (ich bin umgezogen, um BM zu werden). Wie lange ist das her, dass ich nicht genug Geld hatte, um an dieser Stelle „weltmännisch“ zu sein. Geld ist immer noch nicht ausreichend da.

Die Klickerei der Arbitrageure in Reval und Malmö geht mir langsam auf die Nerven. In Malmö ist allerdings jetzt schon die Arbeit an der Mk7-Kaskade weit fortgeschritten. Neun Konvois (AS1 bis AS9) werden etwa Mitte des Monats die Arbeit aufnehmen. Das Auffüllen des Marktes werden dann erstmals sechs Marktlader (AS0) für die einzelnen Waren, (thx2 Bizpro & MoS) übernehmen.

Sechs der acht Eskortstädte haben bereits ein speziell für die Eskortaufträge abgestelltes Kriegsschiff (volle Mannschafts- und Waffenzahl; e.g.„KK Brügge“= Kriegsschiff Kraier mit der Marinebasis Brügge). Sie kehren nach erledigtem Auftrag in ihre Basisstadt zurück, und warten dort auf die nächste Eskorte. Leider habe ich dafür nur Kraier übrig, und die Piratenschiffe werden, wenn es Hulks sind, fast bis auf Null runtergeschossen. Beutekraier rüste ich umgehend auf Stufe 3 auf; sie werden, wenn es erstmal soweit ist, zu Routenkonvoiführern.

1.Januar 1301

Der erste Jahreswechsel. Als Contest-Juror würde ich sagen: keine Grundversorgungsgüter mehr da, der Winter wird hart, hart, hart..Egal, die kommen schon wieder. Sind eh nicht allzuviele (97.000, Schnitt damit unter 2.500). Aber um Schnelligkeit geht’s diesmal nicht (kommt mir als Langsamstarter grade richtig).

Die Hälfte der Hanse steht in der Versorgung. Und alle paar Tage wird ein neuer Konvoi zusammengestellt (e.g. „_Mal-Edi“= Routenkonvoi von ZL Malmö nach Edinburgh; ich benutze nur noch die 3-Buchstaben-Abkürzungen für die Städte). Es passt eigentlich ganz prima: die frischen Kapitäne kommen nach Malmö, wo grade ein neuer Orlog fertig wird. Zwei Piratenhulks im Kattegatt entern herzschonend die notwendigen weissen Koggen dazu.

Die finanzielle Situation entspannt sich auch. Noch in der ersten Januarwoche wird der Bargeldbestand das erstemal über eine Million sein. Kurz vor Jahreswechsel habe ich sogar noch alle Gildenmitgliedschaften erworben (einige waren seltsamerweise gratis).