Patrizier 2

Ugh! und Roland spielen eine 40'er Karte und jagen den Patrizier 2 - Einwohnerrekord


Hier kommen die Tagebuch-Einträge von Ugh! für 1301

1.April 1301

EW: 109 Tsd.
UW: 28,4 Mio
Betriebe: 813
Schiffe: 276

Der Winter war das, was er versprochen hatte: hart. Getreide war in manchen Städten wochenlang nicht zu haben, Bier in der Folge ebenfalls sehr knapp. Überall, wo das möglich war, hatte ich deshalb Bauernhöfe und einige Brauereien gebaut.
Von der Bevölkerungsentwicklung sieht es noch einigermaßen glimpflich aus, aber in einigen Randstädten (Edi, Köl, Bre, Hel, Nov) sind doch viele ausgewandert. Edinburgh ist dabei besonders ärgerlich, weil die Werft für die ganze Nordsee zuständig ist, und unter Arbeitermangel nicht die volle Leistungsfähigkeit erreicht.

Jetzt, vier Wochen nach Frühjahrsbeginn, ist Getreide zwar immer noch teuer, aber wenigstens überall wieder käuflich. Bier wird natürlich etwas zeitverzögert nachfolgen.
Die Eckpunkte meiner Zufriedenheitsplanung sehen eine gute und billige Versorgung mit den Grundgütern vor. Bier 39, Getreide 80, Fisch 350, Holz 59. Das sollte bis Mitte des Jahres erreichbar sein.

Am 10. März ist endlich der letzte Versorgungskonvoi in Dienst gestellt. Da es plötzlich Kapitäne wie Sand am Meer gab, ist meine Planung etwas durcheinander gekommen. Mitte März ist dann auch die erste Expedition gestartet. Cadiz (Weinvertrag) und Vigo wurden entdeckt, und auch schon der erste richtige Importkonvoi (e.g. „_MM Brü 500“= Mittelmeerhandelskonvoi, Entladehafen Brügge, 500 Last; in Wirklichkeit erst 193 Last) nach Barcelona (Tuchvertrag) entsandt.

Auch der erste Baukonvoi (e.g. „_BM 1000“= Baumaterial 1000 Last, hat aber erst 189 Last) ist jetzt unterwegs. In Malmö hab ich als BM die Drittmauer fast fertig. Allerdings sind die Ziegelvorräte dabei aufgebraucht worden. Bevor andere Mauern ausgebaut werden, muss dringend die Bauindustrie verstärkt werden.

1.Juli 1301

EW: 128 Tsd.
UW: 43,5 Mio
Betriebe: 977
Schiffe: 381

Irgendwie entwickelt sich das nicht so ganz wie ich gehofft hatte. Die Bevölkerung ist großflächig unzufrieden. Die Erweiterung der Bauindustrie ist deshalb erstmal verschoben. Ich musste sogar die bestehenden Ziegeleien lange Zeit abschalten oder wenigstens runterfahren (50%), damit die nach dem Winter zurückkehrenden Arbeiter besser Getreide oder Bier herstellen.

Statt neu zu bauen, habe ich die bestehenden Ziegeleien Ende Juni wieder weitgehend in Betrieb genommen.

Getreide und Bier wird jetzt genug produziert, und ich hab die Zeit der spärlichen Zuwanderung dafür genutzt, etliche Betriebe mit langen Bauzeiten zu erstellen. Somit ist jetzt Vollversorgung bei Fleisch/ Leder und Wolle möglich (wenn alle Arbeiter da sind).

Von Malmö bin ich zum Mauerbau nach Rostock gewechselt. Ein kurzes Gastspiel gab‘s noch in Thorn, wo ich durch Verkauf von 100 Last Fisch die Anfang Juli drohende Belagerung verhindert habe.

Belagerungen überhaupt. Ich weiss ja nicht woran das liegt, am Schwierigkeitsgrad (den ich noch nicht so gut kenne) oder an der 40er Karte, aber Belagerungen gibt’s eine ganze Menge. Für das Kalenderjahr 1301 habe ich durch Vorspulen mal festgestellt, dass es nicht weniger als 18 sein würden. Vier davon haben bereits stattgefunden, eine verhindert (Thorn) und weitere 13, die da noch kommen werden.

Da die Finanzen mittlerweile erstklassig sind, werde ich deshalb dieses Jahr öfters mal die Heimatstadt wechseln, um Fisch und Getreide an die Fürsten zu verkaufen.

Die Arbitragekaskade in Malmö läuft wie eine geölte Maschine. Die neuen wartungsfreien Ladeschiffe (AS0) haben sich bewährt. Leider sind sie nicht ganz wartungsfrei; etwa einmal im Monat müssen Restmengen aus dem ersten Arbitrageschiff (AS1) entfernt werden.

Einige MK3-Arbitrageure sind in den Mittelmeerentladehäfen Brügge, London und Haarlem sowie den Salzimportstädten eingerichtet (die Mk3 fungieren nebenher noch als „Einkaufsschniggen“). Etwa Mitte Juli werden auch die Routenkonvois auf die Versorgung mit Arbitragegütern umgestellt. Auch die Abstimmung mit dem Kontorsverwalter wird noch verbessert.

Die acht Marinebasen (Eskortstädte) sind jetzt komplett bestückt mit je zwei vollbewaffneten Holks. In Edinburgh, da hier auch die „freien“ Piraten abzuwehren sind, drei Holks (für die Eskortaufträge) und drei Koggen. Die Eskortholks sind ständig in Betrieb. Die Beuteschiffe werden jeweils konzentriert in einen einzigen Hafen zur Reparatur beordert, damit die Werftleistung verbessert wird. Mittlerweile können damit bereits vier Häfen 70L-Holks herstellen.

Noch im Juli (nur ein Jahr später als Roland) wird das letzte weisse Schiff eingenommen.

1.Oktober 1301

EW: 165 Tsd.
UW: 62,0 Mio
Betriebe: 1549
Schiffe: 504

Zum Ausgang der Spieleröffnung werden die Neuigkeiten natürlich spärlicher. Alles wichtige ist eingerichtet: Sternversorgung, Piratenabwehr, Baukonvois, ausreichende Produktion der wesentlichen Versorgungsgüter (Getreide, Fisch, Bier, Holz, Wolle), Arbitragehändler zum Geldverdienen und eine wachsende Bauindustrie.

Die wesentliche Aufgabe wird mehr und mehr der Mauerbau. Das wird auch noch ein ganzes Jahr so bleiben.

Die einzige unverhinderbare Belagerung findet grade in Göteborg statt. Die Wilden Horden lassen sich nicht mit Fisch & Getreide besänftigen. Die Landesfürsten schon. Und es sieht so aus, als ob bis zum Ende des Mauerbaus keine Belagerungen von dieser Seite zu befürchten wären. Da die Monatsgewinne jetzt schon regelmäßig über 10 Mio Talern liegen, sind sogar die hierzu nötigen Umzüge (à 1 Mio Taler) eine gute Investition.

Salz wird knapp und der Mittelmeer-Import hängt deutlich nach.

1.Januar 1302

EW: 210 Tsd.
UW: 98,7 Mio
Betriebe: 1776
Schiffe: 658

Betriebszählung (Konvoi-Update) am 14.12.01

Bier 104
Eisenerz 34
Eisenwaren 29
Felle 11
Fisch 52
Fleisch/Leder 56
Getreide 188
Hanf 100
Holz 258
Honig 1
Keramik 0
Pech 123
Salz 48
Tran/Fisch 29
Tuch 0
Wein 0
Wolle 51
Ziegel 723

Deutliche Überproduktion bei den Grundversorgern (Bier 62 über Bedarf, Fisch 55, Getreide 61, Holz 139, Wolle 19). Starke Bauindustrie, obwohl Ziegeleien nochmal ordentlich zulegen werden. Hanf ist selbst bei diesen Betriebezahlen noch knapp; allerdings auch weil schon fast alle Werften produzieren. Vorerst werden deshalb nur Koggen gebaut (die brauchen nur 4 Hanf, Holke 8).

Die Geldverdiener (Eisenwaren, Felle, Keramik, Tuch, Wein) werden kaum gebraucht. Eisenwaren werden nur für Bauzwecke eingesetzt, Felle nicht verkauft, sondern arbitriert; Keramik, Tuch, Wein bekanntermaßen aus dem Süden eingeführt (obwohl der Import aktuell immernoch nachhängt). Der Verzicht auf diese Produktionsstätten ermöglicht die umfangreiche Bauindustrie.

Da die reichen Hanseaten langsam zu viele werden, ist als erste Maßnahme der Verkauf von Fleisch eingestellt. Fleisch kann man auch viel besser zu Armenspeisungen verwenden: eine Last Fleisch pro (vollen) 1000 Einwohnern sichert ganz allein den vollen Erfolg („Bettler strömen von überall her“).

Patrizier 2
Patrizier 2
Patrizier 2
Patrizier 2
Patrizier 2