Patrizier 2

Gesils Starthilfe zum Patrizier 2 Contest 2005


Gesil hat eine sehr hilfreiche "Starthilfe" für den Patrizier 2 Contest 2005 verfasst:
Starthilfe zum Patrizier 2 Contest 2005

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Ideal sind "Piratenjagd", wenn die gebotene Summe maximal 2500 GS beträgt - dann greift eine Schnigge an. Werden 2600 - 4000 GS geboten, erscheint ein Kraier. Dazu braucht man normaler Weise schon mehr als die beiden anfangs zur Verfügung stehenden 2 Entermesser. Ab ca. 8 Entermesser ist aber auch ein Kraier zu schaffen. Es gibt auch noch die Aufträge "Eskorte" oder "Flüchtiger", die man annehmen kann. Aber dabei erscheint entweder ein Kraier, oder ein Holk. Der Holk ist mit einer Schnigge uneinnehmbar (da zu viele Piraten an Bord sind), also empfiehlt sich vor Annahme ein Save/Load um den angreifenden Schiffstyp zu erkennen (bzw. zu ändern). Im Seegefecht bootet man in Patrizier 2 das Piratenschiff durch Wendemanöver aus; der Pirat wird zwar auf unser Schiff schießen, aber daneben. Und da es ein paar Sekunden dauert, bis er nachgeladen hat, sollte diese Zeitspanne reichen, das Schiff einzuholen und zu entern. Schließlich gibt es auch noch die "Patrouille", für die ihr aber ein Orlogschiff nehmen müsst. Dabei können bis zu 3 Piratenangriffe erfolgen, also sind hier reichliche Erfahrungen im Seekampf von Nöten.

Ein erobertes Piratenschiff hat normal so um die 80 Herz. Wenn es eine Schnigge oder ein Kraier ist, sollte es mit einem guten Segelkapitän jederzeit in der Lage sein, bei einigermaßen geschicktem Manövrieren andere Piratenschiffe einzuholen und zu entern.

Leider haben fast alle eroberten Schiffe in Patrizier 2 eine verärgerte Besatzung. Genauer gesagt sind nicht die Matrosen verärgert, sondern "das Schiff", so seltsam das klingt. Umgehung: das eigene Kampfschiff segelt gemeinsam mit dem eben erbeuteten Piratenschiff in den Zielhafen. Dort werden die Matrosen vom Ex-Piraten auf das Kampfschiff umgeladen, danach 1 Matrose aus der Kneipe auf das jetzt unbemannte Schiff angeheuert. Schon ist "das Schiff" nur mehr sauer dreinblickend. Die restliche Besatzung kann man auffüllen wie man möchte, es ändert nichts mehr an der Stimmung.

Für solch draufgängerische friedliche Händler empfiehlt es sich in Patrizier 2, stets mindestens 1 Schiff zur Erledigung von Kneipenaufträgen abzustellen. Anfangs werden nur Schniggen und Kraier erobert, ab 01. Juni 1300 kommen die "normalen" Piratenkonvois aus der Ostsee. Diese Schiffe kann man zwischen Dänemark und Schweden mit den bis dahin eroberten Kampfschiffen abfangen. Vorteil: Man kommt so an die ersten orlogfähigen Kraier und Koggen, die den Grundstein für die ersten Konvois bilden (Baukonvois, Versorgungskonvois, Kampfkonvois).

Der Handel darf natürlich in Patrizier 2 nicht vernachlässigt werden. Man kommt schon durch einfache Methoden zu den ersten satten Gewinnen.

Wenn man sich bei Patrizier 2 einen guten Handelskapitän holt (Erfahrungswert 4 oder 5), kann man in den Städten, die Waren mit hohen Gewinnspannen produzieren, damit ein Arbitrageschiff (=AS) einführen. Dabei werden bestimmte Waren (Eisenwaren, Tuch, Wein, Keramik, Leder, Erz, Fleisch, Wolle, Bier) von dem AS bis zum normalen Einkaufspreis aufgekauft und anschließend zu einem deutlich niedrigeren Preis wieder an die Stadt verkauft; das Schiff verlässt also den Hafen gar nicht. Jeder Kapitän, der Erfahrungspunkte im Handel hat, bekommt beim Einkauf einen Preisnachlass (verkauft wird zu normalen Bedingungen). Wenn der Kapitän auf Stufe 4 oder 5 ist, ist der Preisnachlass größer als der Unterschied zwischen Einkaufspreis und Verkaufspreis. Das bringt uns Gewinn ein, bei dem gar keine Waren verbraucht werden - sozusagen ein perpetuum mobile des Handels.

Auch auf "normale" Weise lässt sich bei Patrizier 2 Geld verdienen. Eine ganz einfache Handelsroute ist von Hamburg über Ripen nach Bremen und zurück nach Hamburg. In Hamburg werden Bier, Fisch, Getreide und Wolle an Bord genommen, in Ripen folgen Erz, Fisch, Fleisch, Honig, Keramik. Leder und Tran (andere Waren werden verkauft), in Bremen kauft man Eisenwaren, Fleisch, Leder, Tuch und Wein (andere Waren ebenfalls verkaufen), und alles was übrig bleibt kommt ins Kontor nach Hamburg, wo man sie entweder mit Gewinn verkauft oder ins Kontor einlagert. Selbstverständlich gibt es noch viele andere gewinnträchtige Routen.
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