Wenn in der Hanse noch nicht besonders viele Leute leben (deutlich unter 40.000) und ihr nur in wenigen Städten mehr als eine Handvoll Betriebe habt, könnt ihr in den weniger stark genutzten Städten auch mehr für die Grundbedarfsgüter Getreide, Bier und Fisch verlangen. Aber sobald ihr mehrere Betriebe dort euer Eigen nennt, solltet ihr unbedingt auf die Stimmung der Bevölkerung achten! Kippt sie auf "unzufrieden" oder gar "verärgert", werden die Bürger in Patrizier 2 rasch abwandern. Dadurch verliert ihr Arbeiter für eure Betriebe sowie Kunden für eure Waren.
Es empfiehlt sich, in Hamburg rasch einen Kontorsverwalter einzustellen. Der kauft die Waren der Stadt billig auf (Bier, Fisch, Getreide, Holz, Wolle, Ziegel), und verkauft alle im Kontor eingelagerten teuer weiter. Der Vorteil liegt darin, dass der KV täglich handelt und nicht nur dann, wenn ein Schiff in Hamburg anlegt. Der Nachteil darin, dass zuerst einmal Kapital gebunden ist in den Waren, die der KV einkauft, und die man erst wieder woanders verkaufen muss. Um diesen Nachteil abzufangen, ist ein AS (Arbitrage-Schiff) sehr gut geeignet.
Sobald sich im Kontor eurer Heimatstadt genug Waren angesammelt haben, und ihr durch Kneipenaufträge / Piratenabwehr zu einer kleinen Schiffsflotte gekommen seid, solltet ihr mit der Einrichtung von Autorouten beginnen (wozu ihr Kapitäne braucht). Vorteil: ihr braucht diese Schiffe nicht mehr manuell zu steuern, und durch den Kapitän bekommt ihr beim Einkauf einen Preisnachlass. Nachteil: gelegentlich wird euch ein Schnäppchen entgehen (z.B. wenn KI-Händler einmal zu viele Waren auf einmal in einer Stadt verkauft haben).
Autorouten sind in Patrizier 2 optimal nur zwischen 2 Städten, da so eine ständige Warenzirkulation gewährleistet wird. Sollten eure Konvois nur alle 2 Wochen in eine Stadt kommen, haben dazwischen schon Dutzende KI-Händler die günstigen Waren aufkaufen und die gröbsten Mängel beseitigen können.